Alice im Wunderland

Foto: Jürgen Weser

Walfriede Schmitt and Conny Bauer.

Hörspiel für Stimme und Posaune nach dem englischen Kinderbuch von Lewis Carroll.

„Lewis Carrolls Roman über die phantastischen Erlebnisse des Mädchens Alice [...] gehört - in vielfältigen Bearbeitungen und medialen Adaptionen - zu den originellsten Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur [...] Der Text wird hier auf der Grundlage einer neueren Übersetzung, in sich schlüssig überarbeitet und gekürzt, als Dialog für Stimme und Posaune inszeniert. Die bekannte Bühnen- und TV-Schauspielerin Walfriede Schmitt charakterisiert durch ihre Stimme Alice ebenso überzeugend wie die skurrilen Tier- und Fabelwesen [...] Eine spezifische Qualität gewinnt die Produktion durch das Posaunenspiel von Konrad Bauer [...] Bauer untermalt mit seinem Spiel teilweise den Text, wenn die Erzählerin den heißen Sommertag beschreibt, wird dies mit breit getragenen, schläfrigen Posaunenklängen unterlegt, die dann schneller werden und dem vorbei hoppelnden Kaninchen zu folgen scheinen. Zumeist kommentiert die Posaune aber - in eigenen kurzen Soli - die Aktionen und Begegnungen von Alice, charakterisiert Stimmungen, schafft Atmosphäre. Die Posaune übernimmt die Funktion einer Erzählstimme, sie verfremdet und überzeichnet ins Surreale, sie schafft aber auch Ruhepausen, gestattet Ausflüge in das Idyllisch-Harmonische [...] Bauer und Schmitt bieten anspruchsvolle Hörkunst, [...] für große und kleine Kunstfreunde.”

Katja Straub, Hochschule der Medien Stuttgart (HdM), 2008

.

„Ein ideales Paar fand sich zum „kleinsten Theater der Welt“ zusammen.“

05.10.2002, Ingrid Ehrhardt, Freies Wort, Suhl


Walfriede Schmitt

Walfriede Schmitt (geb. 1943 in Berlin), ist eine bekannte Fernseh- und Bühnenschauspielerin. Von 1972 bis 1994 war sie Ensemblemitglied der Volksbühne in Berlin. Sie hat u.a. in Fernsehfilmen wie „Das Schilfrohr”, „Bahnwärter Thiel“, „Pauline Oswalds zweites Leben“, „Coming out“, „Die Beunruhigung“ dem Defa-Kinderfilm „Moritz in der Litfaßsäule” oder den TV-Serien „Für alle Fälle Stefanie” und „Der Landarzt“ mitgewirkt. Walfriede Schmitt arbeitete unter anderem mit Brigitte Soubeyrand, Horst Bonnet, Benno Besson, Fritz Marquardt, Heiner Müller, Matthias Langhoff, Frank Castorff, Christoph Schlingensief und Hans Kresnik zusammen und führte auch selbst Regie.

Sie ist weiterhin freischaffend mit Texten von Ringelnatz und u.a. mit den Projekten „Love and Blues“ und „Alice im Wunderland“ unterwegs. Schmitt bekam einen Preis für die beste Nebenrolle in „Die Beunruhigung”, erhielt den Kunstpreis der DDR und mehrfach den Darstellerpreis.

Conny Bauer

Konrad „Conny” Bauer (geb. 1943 in Halle an der Saale), gilt als einer der bedeutendsten europäischen Posaunisten. Er war seit Anfang der 70er Gründungsmitglied zahlreicher Gruppen, z.B. “Exis”, “FEZ”, “Konrad Bauer- Quartett”, “Bauer-Sommer-Kowald- Trio”, “Doppelmoppel”, “Zentralquartett” und Initiator der Big Band “Klangprojekt 86″ (später Jazzorchester der DDR).

1974 gab Bauer sein erstes Solokonzert auf der Posaune. Bis zum heutigen Tag, seit nunmehr 35 Jahren, forscht und experimentiert er an und mit diesem Instrument und erschließt sich und seinem Publikum immer neue Klangwelten.


„Was Bauer vermag, kann kein anderer: Er bläst … Aufregung, Furcht, Langeweile, Traurigkeit, Betroffenheit, bläst Glück, Harmonie, Freiheit, das Hoppeln des Kaninchens ebenso wie die Gemächlichkeit der Raupe…“

05.10.2002, Ingrid Ehrhardt, Freies Wort, Suhl

CD- Produktionen



……“Alice im Wunderland”

2000, Conny Bauer (Posaune & Stimme “Das weiße Kaninchen”), Wallfriede Schmitt (Stimmen)