Conny Bauer (tb), Johannes Bauer (tb), Matthias Bauer (b), Louis Rastig (p)

Foto: Anne Silbereisen, Gutzeit-Musik
Conny Bauer über das Quartett:
“Ein Veranstalter wünschte sich den Auftritt der drei Bauer- Brüder, also von Johannes (tb), Matthias (b) und mir. Danach wollten wir die Musik klanglich weiterentwickeln und fragten Louis, meinen Sohn, ob er sich vorstellen könne, als Pianist in der Band der Onkels und des Vaters zu spielen. Es begannen die gemeinsamen Proben und der erste Auftritt von “Bauer 4″ war zum 18. Geburtstag (2006) des jüngsten Bandmitgliedes. Mit Louis bekommt die Musik eine Qualität, die Spaß macht, einerseits durch das Perkussive und die höheren Töne des Klaviers, andererseits durch Louis jugendliche Frische.”
Mit den Brüdern Bauer und Louis Rastig, dem Sohn von Conny Bauer, erfährt die Tradition der „Freien Improvisation” eine neue Qualität: die Phase des Aufbruchs ist vorbei, das Spiel mit unterschiedlichen musikalischen Erfahrungen beginnt. Musik von großer Leichtigkeit und Brillanz entsteht, entfaltet sich frei und zeigt sich gleichzeitig formal vollkommen klar.
Johannes Bauer
Johannes Bauer (geb. 1954 in Halle), begann ein Musikstudium in Berlin und spielte schon damals in Gruppen um Manfred Schulze. Seit 1979 arbeitet er als freischaffender, improvisierender Musiker. 1987 war er Mitbegründer von „Slawterhaus” und gibt seit 1988 Duokonzerte mit Conny Bauer. Außerdem ist er Mitglied verschiedener anderer Gruppen wie dem „Peter Brötzmann Chicago Tentet” und dem „Barry Guy New Orchestra”. 2004 gründete Bauer zusammen mit Thomas Lehn und Jon Rose “Futch” und wurde im selben Jahr Mitglied des Ensembles “Bauer 4″. Sein Spiel ist kraftvoll, teilweise bis an die Grenze zum Geräusch gehend und steht in reizvollem Kontrast zu dem seines Bruders Conny.
Matthias Bauer
Matthias Bauer (geb. 1959 in Sonneberg/Thüringen) studierte in Berlin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Kontrabass. Er verließ 1980 die DDR, lebte bis 1988 in Lyon/Frankreich, dann in Köln und ab 1991 wieder in Berlin. Als Improvisator spielte er neben seinem Soloprogramm für Kontrabass und Stimme mit vielen Musikern der frei improvisierten Musik. Als Interpret arbeitet er u.a. mit dem „Ensemble United Berlin“, dem „Ensemble Mosaik“ und mit Komponisten wie Georg Katzer, Helmut Zapf und Helmut Oehring. Er realisierte Bühnenmusiken und Konzepte für improvisierende Musiker. Weiterhin nahm er an Festivals wie Maerzmusik Berlin, Musica Viva München, der Biennale Venedig, Nuovaconsonanza Rom, Wien Modern, Total Music Meeting Berlin u.a. teil. Es erschienen außerdem verschiedene CD-Veröffentlichungen.
Louis Rastig
Louis Rastig, Jahrgang 1987, “der mit Abstand jüngste Musiker des Quartetts, hat schon als 16-jähriger mit seinem Vater Konrad Bauer improvisiert und fand einen völlig eigenen Zugang zu dieser Musik. Während er sich mit Bauer 4 als versierter Improvisator im akustischen Kontext vernehmen lässt, spielt er mit Oozing Goo eine eigenwillige Variante des Progressive Rock.[...] Verblüffend für sein Alter, erweist er sich im musikalischen Geflecht von Bauer 4 als “stimmig” und originell, das heisst auch ohne stilistische Anleihen bei großen Vorbildern.”
Bert Noglik , Booklet zur CD “Family Affairs”, 2007, Jazzwerkstatt
Conny Bauer
Konrad „Conny” Bauer (geb. 1943 in Halle an der Saale), gilt als einer der bedeutendsten europäischen Posaunisten. Er war seit Anfang der 70er Gründungsmitglied zahlreicher Gruppen, z.B. “Exis”, “FEZ”, “Konrad Bauer- Quartett”, “Bauer-Sommer-Kowald- Trio”, “Doppelmoppel”, “Zentralquartett” und Initiator der Big Band “Klangprojekt 86″ (später Jazzorchester der DDR).
1974 gab Bauer sein erstes Solokonzert auf der Posaune. Bis zum heutigen Tag, seit nunmehr 35 Jahren, forscht und experimentiert er an und mit diesem Instrument und erschließt sich und seinem Publikum immer neue Klangwelten.
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„…Die Vier sprechen eine gemeinsame musikalische Sprache, die in einem langen Prozess entwickelt, aneinander weitergegeben und persönlich ausgestaltet wurde. Die beiden Posaunisten vermögen sich in ihrer unterschiedlichen Spielweise genial zu ergänzen…”
2007, Bert Noglik , Booklet zur CD “Family Affairs”, Jazzwerkstatt
” …Es ist ein kommunikatives Spiel der Farben, ein mobileartiges Kreisen durch ein schier grenzenloses Klangfarbenspektrum…”
20.11.07, Münchner Merkur, Andreas Pernpeintner
„…ein Free- Jazz- Konzert, das Gefühl, Kalkül und das Unbewusste der Seele in atemberaubender Weise vereinte. Der Familienclan erreichte ein Höchstmaß an Interaktion und schuf Klangwelten, die den Zuhörer immer packender und tiefer in ihr labyrinthisches Inneres lockten. [...] diese Töne waren von einer unbeschreiblichen klanglichen Vielfalt und Kreativität. Sie luden sich gegenseitig auf, streiften eine Weile umher, explodierten vehement oder endeten in einem sanften, melancholischen Streicheln. Und dabei sind sie niemals fertig, suchen ständig nach neuen, unerschöpflichen Ausdrucksmöglichkeiten…”
20.11.07, Süddeutsche Zeitung, Dr. Bärbel Schäfer
CD -Produktion
„Family Affairs”
2007, Bauer 4,
Conny Bauer (tb), Johannes Bauer (tb), Matthias Bauer (b), Louis Rastig (p)
Die Neue CD