
Conny Bauer, Foto: Anno Dittmer Peter Brötzmann, Foto: Michael Hoefner, www.zwo5.de
„Die zwei Musiker der ersten Stunde des europäischen Free Jazz verstanden sich auf Anhieb. Als hätte es die lange Trennungszeit nie gegeben, agierten sie wie ein eingespieltes Duo, harmonierten bestens miteinander. Mit großer Spielfreude warfen sie sich musikalische Spielbälle zu, gingen kongenial auf die Ideen des anderen ein und verarbeiteten sie höchst kreativ. [...]
13.08.2001, Westdeutsche Zeitung, Hartmut Sassenhausen
Peter Brötzmann
Peter Brötzmann (geb. 1941 in Remscheid), erlernte autodidaktisch das Klarinetten- und Saxophonspiel. Heute hat er als Jazzmusiker großen Einfluss auf den europäischen Free Jazz. Seine energische und markante Spielweise prägte in Free-Jazz-Zirkeln den Begriff „brötzen”. Seine 1968 entstandene Schallplatte „Machine Gun” die er unter anderem mit Peter Kowald einspielte, gilt heute als eines der provozierendsten Werke der modernen Jazzgeschichte Europas. Er wurde neben Sonny Sharrock und Ronald Shannon Jackson 1986 Mitglied der Jazznoisegruppe „Last Exit”. Seit 2002 spielt er mit Ken Vandermark und Mats Gustafsson in dem Trio „Sonore”. Seit den späten 60er Jahren leitete Brötzmann eine Vielzahl berühmter internationaler Großensembles. Das letzte und eines seiner besten ist das „Peter Brötzmann Chicago Tentet”, das er 1997 gründete.
Conny Bauer
Konrad „Conny” Bauer (geb. 1943 in Halle an der Saale), gilt als einer der bedeutendsten europäischen Posaunisten. Er war seit Anfang der 70er Gründungsmitglied zahlreicher Gruppen, z.B. “Exis”, “FEZ”, “Konrad Bauer- Quartett”, “Bauer-Sommer-Kowald- Trio”, “Doppelmoppel”, “Zentralquartett” und Initiator der Big Band “Klangprojekt 86″ (später Jazzorchester der DDR).
1974 gab Bauer sein erstes Solokonzert auf der Posaune. Bis zum heutigen Tag, seit nunmehr 35 Jahren, forscht und experimentiert er an und mit diesem Instrument und erschließt sich und seinem Publikum immer neue Klangwelten.
„In den siebziger Jahren war Peter Brötzmann die auffälligste Figur des westdeutschen Free Jazz. Sein oft als pures Powerplay missverstandenes Saxofonspiel jagte das Publikum von einer Ekstase in die nächste.
Zur gleichen Zeit war der Posaunist Konrad «Conny» Bauer der Frontmann der Ostberliner Avantgardejazz-Szene, ein unermüdlicher Erforscher seines Instruments mit anarchistischem Witz und kühlem Kunstverstand…”
18. 07. 2002, Berliner Morgenpost
Conny Bauer „verunsichert und fasziniert, bringt Gegensatzpaare wie laut und leise, Dynamik und Schwelgen, Filigranes und Flächiges in die Synthese. So entwickelt er konzise Geschichten, lässt Choräle aufwallen, Märsche losgehen, Hummeln summen, Alphörner rufen, Ideen aufmarschieren. So grollt, grummelt, quietscht, jubiliert und swingt er, ohne die Gedanken totzureiten.”
Ausgabe 5/2007, SONIC, Fachmagazin Ulrich Steinmetzger
„Peter Brötzmann ist ein großartiger Modernist, der sich über jedes Blasinstrument her macht, das er mit unermüdlicher und unerschöpflicher Hingabe in seinen Händen halten kann. Ihm zuzuhören ist wie in einem tropischen Sturm gefangen zu sein, in dem man alle Türen und Fenster jedes einzelnen Zimmers im Haus weit geöffnet hat und sich den unberechenbaren Elementen hingibt.”
09/1999, www.furious.com, Steve Kulak
Die Neue CD