Doppelmoppel


Conny Bauer (tb), Johannes Bauer (tb), Uwe Kropinski (g), Helmut „Joe” Sachse (g)

Foto: privat

Conny Bauer über “Doppelmoppel”

“Warum nicht mal eine Band ohne Bass und Schlagzeug?- Mein Bruder Johannes und ich wollten genau dieses probieren. Wir suchten zwei interessante Persönlichkeiten und kreative Musiker und fanden sie in den Gitarristen Joe Sachse und Uwe Kropinski. Aus der Idee, die der ein oder andere als “komisch” bezeichnete, entstand die Band Doppelmoppel.”

Johannes Bauer

Johannes Bauer (geb. 1954 in Halle), begann ein Musikstudium in Berlin und spielte schon damals in Gruppen um Manfred Schulze. Seit 1979 arbeitet er als freischaffender, improvisierender Musiker. 1987 war er Mitbegründer von „Slawterhaus” und gibt seit 1988 Duokonzerte mit Conny Bauer. Außerdem ist er Mitglied verschiedener anderer Gruppen wie dem „Peter Brötzmann Chicago Tentet” und dem „Barry Guy New Orchestra”. 2004 gründete Bauer zusammen mit  Thomas Lehn und Jon Rose “Futch” und wurde im selben Jahr Mitglied des Ensembles “Bauer 4″. Sein Spiel ist kraftvoll, teilweise bis an die Grenze zum Geräusch gehend und steht in reizvollem Kontrast zu dem seines Bruders Conny.

Uwe Kropinski

Uwe Kropinski (geb. 1952 in Berlin), war anfangs E-Gitarrist in verschiedenen Rockbands und wandte sich nach seinem Studium an der Berliner Musikhochschule dem improvisierten Jazz zu. Besondere Virtuosität erreichte er mit seinem percussiven Spiel auf dem Gitarrenkorpus. Neben seiner Arbeit mit Doppelmoppel gründete er 1981 sein eigenes Quartett und gab Solokonzerte. Kropinski spielte mit vielen berühmten Jazzmusikern wie Volker Schlott, David Friesen, Günter Baby Sommer, John Tchicai und Adelhard Roidinger. Neben seiner Konzerttätigkeit gibt Kropinski Improvisationsworkshops und schreibt zahlreiche Kompositionen. Außerdem ist er als Fotograf tätig.

Helmut „Joe” Sachse

Helmut „Joe” Sachse (geb. 1948 in Mittweida), entstammt musikalisch der ostdeutschen Jazzszene, mit deren Vertretern er fast ausnahmslos zusammenspielte. Darüberhinaus trat er mit anderen internationalen Musikern auf: Carmell Jones, Leo Wright, Mighty Flea Conners, Charlie Mariano, John Tchicai, John Marshall, David Moss, Peter Brötzmann, Tony Oxley, Jack Bruce, Han Bennink und Albert Mangelsdorff. Ab den 90 er Jahren begann er Standards auch aus der Rockmusik zu übernehmen. Seine charakteristische Spielweise brachte ihm Etikettierungen wie “Jimy Hendrix der Jazzgitarre”, “Hohepriester” oder “Hexenmeister” der Elektrogitarre ein. Die Frankfurter Rundschau schließlich kührte ihn zum “Größten unbekannten Gitarristen Deutschlands”. 1990 wurde seine zweite Soloplatte mit der “Goldenen Amiga” ausgezeichnet.

Conny Bauer

Konrad “Conny” Bauer (geb. 1943 in Halle an der Saale), gilt als einer der bedeutendsten europäischen Posaunisten. Er war seit Anfang der 70er Gründungsmitglied zahlreicher Gruppen, z.B. “Exis”, “FEZ”, “Konrad Bauer- Quartett”, “Bauer-Sommer-Kowald-Trio”, Doppelmoppel”, “Zentralquartett” und Initiator der Big Band “Klangprojekt 86″.

Seit 1974 gibt Conny Bauer Solokonzerte. Die Entwicklung seiner Solomusik ist auf drei LPs und drei CDs dokumentiert. Bauer formuliert mit brillanter Technik, ureigenem Stil und souveräner Kraft seine unabweisbaren musikalischen Mitteilungen.

Heute gilt jeder von ihnen als begehrter Partner in unzähligen internationalen kleinen und großen Formationen.

„…So eine unvorhersehbare, vorbildlose und klangerfinderische Musik ist ein aufregendes Ereignis, heute nicht weniger als zur Entstehungszeit des Quartetts. Die Musik hat nichts, was man als erledigt abheften könnte, sie geht mit einer unverbrauchten, unausgeschöpften Nervosität zu Werk, mit einer hell durchscheinenden gegenseitigen Kenntnis der Eigenarten, Spielweisen, Vorlieben, Macken eines jeden und mit einer vorbehaltlosen Experimentierfreude in Sachen Instrumentaltechnik.”

Frankfurter Rundschau 26.3.2008, Hans-Jürgen Linke

„Die Musik entsteht im Augenblick, ist folglich an Spontanität und überraschenden Wendungen nicht zu überbieten, sondern kommt gleich einem reißenden Strom daher. Während Conny Bauer auf der Posaune mehrstimmige Geschichten erzählt, ist Bruder Johannes, ebenfalls Posaune, mit aggressiven, rauhbeinigen Tönen zur Stelle, die Gitarristen liefern einen Hintergrund, der von weltmusikalischen Ausflügen (Uwe Kropinski) bis zu dezenten Beatles-Reminiszenzen reicht (Joe Sachse).”

www.jazzzeitung.de, 2002, Reiner Kobe

CD- Produktionen



……“Outside this area”

2007, “Doppelmoppel”,

Conny Bauer (tb), Johannes Bauer (tb), Uwe Kropinski (g), Helmut “Joe” Sachse (g)



……“Aventure Québécoise”

1998, “Doppelmoppel”,

Conny Bauer (tb), Johannes Bauer (tb), Uwe Kropinski (g), Helmut “Joe” Sachse (g)



……“Reflections”

1986, “Doppelmoppel”, Live am 18./19.10.1986 in Berlin

Conny Bauer (tb), Johannes Bauer (tb), Uwe Kropinski (g), Helmut “Joe” Sachse (g)