Love and Blues

Konzertlesung mit Walfriede Schmitt, Ruth Hohmann, Ulrich Gumpert und Conny Bauer.

Foto: privat

Ursprünglich von Walfriede Schmitt für die Reihe „Jazz - Lyrik - Prosa” konzipiert, ist das Programm „Love and Blues” zu einer erfolgreichen Konzertlesung geworden. Die von Walfriede Schmitt vorgetragenen Gedichte und Texte stammen von Johann Wolfgang Goethe, Bertold Brecht, Theodor Storm, Joachim Ringelnatz, Margarete Duras, Robert Burton, Heinrich Heine, Kurt Tucholsky, Christa Kozik, Ernst Jandl und Friedrich Hölderlin und behandeln ausschließlich das Thema Liebe. Ebenso die von Ruth Hohmann zusammengestellte Auswahl von Jazz - und Blues Stücken, die von der Sängerin in Begleitung von Ulrich Gumpert am Piano vorgetragen werden.

Die Posaune von Conny Bauer zieht sich wie ein goldenes Band durch das gesamte Programm: Als Solo - Instrument, zur Untermalung von Walfriede Schmitts Lyrik - Vortrag, im Duo mit Piano und als Begleitstimme bei den Songs.

„Gewissermaßen ein Programm im Programm bilden die beiden Literaturvertonungen von Conrad Bauer, der mit vielstimmigem Posaunenspiel zu Walfriede Schmitts einfühlender Interpretation Brechtscher Balladen einen Ansatz aufzeigte, der weit über die Addition von Jazz, Lyrik und Prosa hinausging.”

Bert Noglik

Ruth Hohmann

In der DDR galt sie als die „First Lady of Jazz” und hatte wesentlichen Anteil an der Verbreitung des Jazz im Land. Sie arbeitete mit den „Jazz-Optimisten Berlin”, mit den „Dresdner Tanzsinfonikern”, dem „Weißensee-Sechstett“ und dem „Harry Seeger-Trio“ und war an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler” Dozentin für Gesangsausbildung. Mit dem “Macky Gäbler-Quartett” interpretiert sie vor allem Jazz-Standards, mit ihrer Stammband „Jazz Collegium Berlin“, der sie seit vielen Jahren verbunden ist, vor allem traditionellere Jazztitel.

Walfriede Schmitt

Walfriede Schmitt (geb. 1943 in Berlin), ist eine bekannte Fernseh- und Bühnenschauspielerin. Von 1972 bis 1994 war sie Ensemblemitglied der Volksbühne in Berlin. Sie hat u.a. in Fernsehfilmen wie „Das Schilfrohr”, „Bahnwärter Thiel“, „Pauline Oswalds zweites Leben“, „Coming out“, „Die Beunruhigung“ dem Defa-Kinderfilm „Moritz in der Litfaßsäule” oder den TV-Serien „Für alle Fälle Stefanie” und „Der Landarzt“ mitgewirkt. Walfriede Schmitt arbeitete unter anderem mit Brigitte Soubeyrand, Horst Bonnet, Benno Besson, Fritz Marquardt, Heiner Müller, Matthias Langhoff, Frank Castorff, Christoph Schlingensief und Hans Kresnik zusammen und führte auch selbst Regie. Sie ist weiterhin freischaffend mit Texten von Ringelnatz und u.a. mit den Projekten „Love and Blues“ und „Alice im Wunderland“ unterwegs. Schmitt bekam einen Preis für die beste Nebenrolle in „Die Beunruhigung”, erhielt den Kunstpreis der DDR und mehrfach den Darstellerpreis.

Ulrich Gumpert

Ulrich Gumpert (geb. 1945 in Jena), Pianist, Organist und Komponist lebt in Berlin. Er spielte seit den späten 1960er Jahren in diversen Bands von Klaus Lenz, bei “SOK”, bei “Synopsis”, im Trio mit Rado Malfatti und Tony Oxley, tourte unter anderem mit Steve Lacy, John Tchicai und Peter Brötzmann. Er schrieb Musik für Theater, Hörspiel und Film (Tatort- Krimis) und ist gegenwärtig aktiv unter anderem im “Ulrich Gumpert Quartett”, mit “B3 Spezial”, dem “Zentralquartett” und der “Ulrich Gumpert Workshop Band”. 2005 wurde er mit dem “Albert Mangelsdorff-Preis” ausgezeichnet.

Conny Bauer

Konrad „Conny” Bauer (geb. 1943 in Halle an der Saale), gilt als einer der bedeutendsten europäischen Posaunisten. Er war seit Anfang der 70er Gründungsmitglied zahlreicher Gruppen, z.B. “Exis”, “FEZ”, “Konrad Bauer- Quartett”, “Bauer-Sommer-Kowald- Trio”, “Doppelmoppel”, “Zentralquartett” und Initiator der Big Band “Klangprojekt 86″ (später Jazzorchester der DDR).

1974 gab Bauer sein erstes Solokonzert auf der Posaune. Bis zum heutigen Tag, seit nunmehr 35 Jahren, forscht und experimentiert er an und mit diesem Instrument und erschließt sich und seinem Publikum immer neue Klangwelten.