Soloposaune

Für Conny Bauer würde ich 100 Kilometer fahren!” (Harald Platte, Konzertveranstalter, Mai 2009)

Conny Bauer ist ein Meister der melodischen Improvisation auf der Posaune. Seine Musik umfasst ein weites Spektrum an Klangfolgen und Melodien. Der us-amerikanische Musikjournalist John Corbett prägte den Begriff der „Conradismen” für Bauers außrgewöhnliche Blastechniken.

Dabei steht Bauer für eine tiefe Harmonie zwischen Musik und Raum, er bietet dem Publikum einzigartige Erlebnisse in Kathedralen, Theatern, vor Naturkulissen und in Industriebauwerken und er weiß, gegebene akustische Besonderheiten wie Echo oder Hall mit der Posaune aufzugreifen und zu verarbeiten.

Vor allem das Projekt „Vor der Flut” im Trinkwasserspeicher Köln- Severin mit der CD „Flüchtiges Glück” brachte ihm internationale Anerkennung als Solist ein. Bauer begleitet Filme, Hörspiele, Tanzdarbietungen, Lesungen und Malerei.

2004 wurde Conny Bauer mit dem SWR-Jazzpreis, insbesondere für seine CD “Hummelsummen”, ausgezeichnet. Mit seinen Solo-Improvisationen ist er bereits in den USA, Kanada, Frankreich, Italien, Japan, Schweden, Großbritannien, Griechenland, Portugal, Belgie, u.a., aufgetreten.

“Polyphoner Zauberer Conrad Bauer” (28.09.2003, Neue Züricher Zeitung am Sonntag)

Der gelbe Klang

ist der Titel seiner Soloperformance, die er 2008 auch auf CD veröffentlichte. Bei der Wahl dieses Titels ließ er sich von der Experimentierfreude und Modernität Wassily Kandinskys und seinem gleichnamigen Bühnenstück inspirieren.

Conny Bauers Musik ist kreativ und innovativ, er erzeugt bei seinem Posaunenspiel gegensätzliche Toncharaktere, die Töne wechseln zwischen klar und eindeutig, werden hell und leicht oder tief und geerdet. Tonlinien liegen übereinander wie transparente Farbschichten, die Musik wird harmonisch und manchmal sogar meditativ.

Posaunenklänge wirken auf den Raum - Bauer fängt den Ton wieder ein, vervielfältigt ihn mit elektronischen Loops, spielt mit ihnen. Der Klang entfaltet sich im Dialog mit seiner Umgebung.

Mit der CD “Der gelbe Klang” erreichte Conny Bauer einen Platz auf der Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie “Grenzgänge”.


Bauer erzeugt “… mehrstimmige Multiphonics… ohne dadurch auf narrative Linien zu verzichten…”

Jury des SWR- Jazzpreis, 2004

„Sein Spiel kommt aus der Tiefe des Raums und entwickelt stringent und plausibel einen Story-Fluss fern selbstdarstellerischer Eskapaden, legt rote Fäden aus, denen er folgt, indem er sie umspielt.”

Ausgabe 5/2007, SONIC, Fachmagazin, Ulrich Steinmetzger

“‘Der gelbe Klang’ sprüht vor musikalischen Ideen. In ihm wird nicht nur Musik transportiert, es schwebt auch die Inspiration allgemeiner Kommunikationsweisen durch Instrument und Klang lange nach, und stellt tradierte Aussagemöglichkeiten von Melodien, Rhythmen und harmonischem Usus auch in kleinen Details in Frage. Das meisterliche Spiel von Conny Bauer ist bewunderswert. Man staunt über die vielen kleinen Botschaften, die in den beeindruckenden Soli und Collagen verstekt sind.”

Marion N. Fiedler, www.musik-in-dresden.de, 26.11.2012

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CD/LP-Produktionen

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“Der gelbe Klang”, 2008

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“Hummelsummen”, 2002

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“Torontotöne”, 1991

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“Flüchtiges Glück”, 1984

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“Live im Völkerschlachtdenkmal”, 1988